Er muss nicht perfekt sein, Spaß ist die Hauptsache

War ich bisher Fans aus dem Anime- und Mangabereich gewohnt oder aber kleine Gruppen, so bot der Workshop während der diesjährigen Bimaco eine neue Zielgruppe: kleine Mädchen und ihre Eltern. Denn genau diese hatte ich diesmal fast durchgehend vor mir sitzen. Wobei die Eltern nur zum Teil dabei waren. Die meisten von ihnen kamen zwischendrin lediglich immer wieder mal schauen.

Trotz des jungen Alters meiner Schüler verhielt ich mich ihnen gegenüber nicht anders. Ich stellte mich ihnen wie gewohnt vor und führte sie durch die einzelnen Schritte der Herstellung. Allerdings dauerte diesmal die Betrachtung der Belegexemplare deutlich länger. Ebenso wurden diesmal vermehrt Fragen gestellt. Die kleinen Mädels waren echt sehr wissbegierig und unsicher. Immer wieder ging ich darauf ein, dass es nicht auf Perfektion ankommt.

Wie die bisherigen Workshops, zielte auch dieser darauf ab zu zeigen wie ein Onigiri genäht wird und was dafür alles nötig ist. Die Teilnehmer durften sich auch diesmal frei entfalten. Am Ende sollte ihr persönliches Onigiri entstehen. Ich halte nichts davon stur irgendwas vorzugeben und die Schüler dann ihrem Schicksal zu überlassen. Zumal gerade diesmal sehr viele vorher noch nie etwas oder nur sehr wenig mit Nadeln und Stoffen zu tun hatten.

Ich hielt es für wichtiger ihnen die Angst zu nehmen und denke nach wie vor so. Ich möchte, dass sich meine Schüler bei mir wohlfühlen und mich jederzeit fragen können. Sie sollen den Kurs nicht mit dem Gefühl verlassen nichts zu können. Abgesehen davon ist es erstaunlich, auf welche Ideen andere Menschen kommen. Bei einigen Ergebnissen am Ende wäre nicht mal ich darauf gekommen das Reisbällchen so zu gestalten.

Auf jeden Fall hat es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht Kinder zu unterrichten und ihnen etwas beizubringen. Der Unterschied zu Gleichaltrigen ist zwar zu spüren, aber nimmt der Kurs erst mal seinen Lauf unterscheiden sich beide kaum. Ich könnte mir durchaus vorstellen bei Gelegenheit wieder vor Kindern zu stehen.

Die für den Workshop zur Verfügung gestellte Räumlichkeit war hell und freundlich. Durch die ausreichend vorhandenen Fenster konnte zudem jederzeit frische Luft zugeführt werden. Die einzelnen Tische standen zusammen und so fand alles an einem einzigen Punkt statt. In meinen Augen seitens der Con eine gute Entscheidung.

Allerdings könnte die Kommunikation mit der Con / den jeweiligen Ansprechpartnern deutlich besser werden. Vor der Con hätte ich mir da gern eine oder andere Reaktion mehr gewünscht. Ebenso standen die Zeiten leider erst sehr spät fest. Für mich ein wenig ungünstig, da ich an weiteren Programmpunkten beteiligt war. Diese verschoben sich außerdem zum Teil ordentlich. Bitte da im nächsten Jahr nachbessern.

Natürlich gibt's für euch auch dieses Mal eine Zusammenfassung der entstandenen Werke und sogar Fotos vom Workshop selbst. Diese wurden mir von tangentus.de zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Betrachten der kleinen Meisterwerke.

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