Cover Erlebter Traum

Am Vorabend der Schlacht gegen die Unlauteren wird Shira aus ihren Gedanken gerissen und von Samuel, einem der Offiziere ihres Heeres, gebeten mitzukommen und sich eines Problems anzunehmen. Bereits seit Tagen scharrt sich um das Lager ein merkwürdiger weißer Nebel, der dicker ist als normal und nun auch ein rotes Licht zu Tage fördert. Drohend schwebt es über dem Lager und ängstigt damit seine Bewohner, da diese dem Aberglauben erliegen. Shira beauftragt Samuel mit der Beruhigung ihrer Getreuen und macht sich selbst auf den Weg, um sich die Sache näher anzusehen. Dabei verändert sich ihre Welt stündlich und nichts ist mehr so, wie es scheint. Ihr bis dato festgelegtes Leben gerät aus den Fugen und zwingt sie zu einem ungeplanten Kampf, bei dem sie ihren bis dahin stärkstem Feind Blutfinke begegnet. Doch, ist der Magier echt? Oder spielen der jungen Frau nur ihre strapazierten Nerven einen Streich?

Autor: Jemo Kohiri
Genre: Fantasy, Shojo-Ai, Horror
Aufbau: Broschiert

Seiten: 24
Coverart: Sabrina Allemann

Preis: 4,50 €
ISBN-13: 978-3-86761-421-4
ISBN-10: 3867614210
Verlag: Machtwortverlag

Bestellbar bei: Amazon

Leseprobe "Erlebter Traum"

//Was ist denn jetzt los? Träume ich etwa erneut?// Nein, sie träumte definitiv nicht, da der weiße Staub auf ihrer Kleidung Bände sprach und sich ihre Krallen wohl kaum von selbst nach außen schälten. Wie bereits zu Beginn ihrer Reise, erhob sich Shira, sah nach vorn und befand sich wenige Sekunden später in der Luft. Von dort aus verschaffte sie sich einen Überblick, bemerkte das rote Leuchten und erinnerte sich an das ihr zugeflüsterte Wort. //Blutfinke? Was ist das?// Einer Eingebung zufolge, flog sie raschen Flügelschlages zu der Quelle und prallte dort erstmal gegen eine unsichtbare Schutzmauer.

Auch das noch, schlimmer konnte es nicht mehr kommen oder etwa doch? Was für eine dumme Frage, natürlich konnte sich die Situation weiter verschlechtern! Die merkwürdigen Energien von vorhin krochen an den Seiten empor und meinten wohl, die unsichtbare Schranke verstärken zu müssen. „Pfff, Schwachsinn!“, warf Shira abwertend in die Runde, zückte ihr Schwert und entfachte mittels kurzer Meditation die besondere Magie, welche ihm inne wohnte. Am Schwert selbst änderte sich nichts, aber an ihren Bewegungen. Die junge Dämonin drehte sich um ihre eigene Achse, erzeugte damit einen Wirbel und feuerte diesen mit einer Abwärtsbewegung ihrer Klinge gen Barriere.

Der weiße Nebel, zu dem sich die Kräfte von vorhin verdichtet hatten, stob daraufhin auseinander, aber nur um sich gleich wieder zu verdichten. //Hm, dann eben noch mal.// Shira feuerte jetzt mehrere Wirbel hintereinander ab, jeweils aus unterschiedlichen Winkeln und beobachtete dabei geduldig das Geschehen, um darüber die Schwachstelle der Schutzhülle zu finden. Ein paar weitere gezielte Würfe später hatte sie diese geknackt und konnte ins Innere schlüpfen. Hinter ihr jedoch schloss sich das Loch bereits wieder. //Offenbar will man mich hier festhalten, aber so leicht lasse ich mich nicht fesseln!// Die Luft hier drinnen war noch stickiger als draußen und machte das Atmen fast unmöglich. Selbst ihr, als nichtmenschliches Wesen fiel es schwer, genügend Sauerstoff in sich aufnehmen zu können.

„Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr oder aber erliegst deiner Angst!“, hallte es plötzlich an den Wänden wieder, sodass das dadurch entstehende Echo in ihren Ohren schmerzte. Verwirrt sah sie sich um und konnte doch niemanden entdecken. „Wer bist du? Zeig dich gefälligst! Ich hasse Versteckspiele und ganz besonders Gegner, die sich als Feiglinge herausstellen!“, knurrte Shira unwirsch und versetzte zugleich sämtlich Sinne in Alarmbereitschaft. „Ich bin gewiss kein Feigling, du bist hier der Feigling! Du siehst mich bereits die ganze Zeit. Ich bin Blutfinke, ich bin diese Welt, ich bin der Nebel, such es dir aus!“ Wie bitte? Das konnte ja wohl nicht wahr sein! Sie befand sich mitten in der Blutfinke? Aber das ging doch nicht!

Abschlussleiste